Mittwoch, 22. Mai 2013

Cali - die Salsahochburg

"In Cali sind die Füsse nicht zum Laufen, sondern zum Tanzen da"
 
Kurzer und prägnanter Satz, welcher die Beschreibung für Cali auf den Punkt bringt. Cali liegt im Südwesten des Landes und ist seit je her die Salsahochburg von Kolumbien. Ende Dezember bis Anfang Januar bildet ein Salsafestival das Highlight, welches unzählige Leute aus der ganzen Welt anlockt. Die Musik in den Discos hat definitiv das ganze Jahr einen Salsa Schwerpunkt und wenn man die Paare so flink übers Parkett schweben sieht, erhebt man sich ungern von den Stühlen und gibt sich lieber mit einem kühlen Blonden ab. Meine Güte können die Tanzen (Nicht nur die Frauen, auch die Männer!!!!!!!!!) Wir haben die Loungeecke bevorzugt und die Tanzfläche aus sicherer Distanz beäugt. Herr Joachim Llambi (Kleine Anmerkung für die TV-losen oder "ausprinzipnichtrtlschauendenleser": Knallharter Juror bei der RTL Sendung "Lets dance") wäre uns bestimmt dankbar gewesen und auf die Mitleidspunkte von Motsi Mabuse hätten wir gut verzichten können.

 
Unser Zuhause für die nächsten Tage war eine schmucke Villa etwas ausserhalb der Stadt. Anscheinend gehörte das 1700m2 grosse Anwesen einmal einem Drogenboss, bevor es in ein Hostel umfunktioniert wurde. Swimmingpool, Dampfbad, Sauna, Grillecke und eine Bar sorgten für das Wohl im Aussenbereich. Wieviele Zimmer das Haus hat, weiss ich leider nicht. Ich habe die Übersicht verloren und war nur schon froh, wenn ich vom Wohnzimmer den Weg ins Schlafzimmer fand. Apropo Wohnzimmer: ich vermisse Fernsehschauen ja überhaupt nicht, aber seit Monaten sass ich wieder einmal auf einem Sofa und schaute Fern. Mensch, war das Luxus!!!!!! :)
 

 


 
Ansonsten haben wir die Tage in Cali eher etwas ruhiger in Angriff genommen. Es hört sich für euch bestimmt richtig blöd an, wenn ich sage, Reisen ist anstrengend. Aber manchmal tut es richtig gut einfach ein paar Tage am gleichen Ort zu bleiben und die Seele baumeln zu lassen :)

Ach ja, bevor ich es vergesse: liebe Männer, anscheinend sollen in Cali auch die schönsten Frauen des Landes wohnen ;)

Aber nicht nur Cali sondern ganz Kolumbien ist eine Reise wert. Meiner Meinung kaum mit Panama oder Costa Rica zu vergleichen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die Strände und die Berge sind einfach wunderbar!! Ich hoffe, dass sich Kolumbien ganz schnell von den schlechten Schlagzeilen der 80er und 90er erholt.
Man kann es den Kolumbianern, wie diesem ganzen grossartigen Land, nur wünschen.

Und bevor ich jetzt noch alle Costa Rica und Panama Liebhaber verärgere sage ich nur noch soviel:

Colombia - campeón del mundo 2014 (Deseo de corazón :) )

 


 

Sonntag, 5. Mai 2013

Thybzacá, Teusacá, Nuestra Señora de la Esperanza, Santafé de Bogotá oder einfach Bogotá

Bogotá - das Zuhause von knapp 7 Millionen Menschen stand eigentlich nicht auf unserem Programm. Da wir aber alle noch genügend Zeit hatten, wurde die Hauptstadt von Kolumbien spontan zu unserem nächsten Reiseziel. Wir kamen spätabends mit dem Bus im Terminal an und zum ersten Mal seit Wochen wusste ich wieder, was frieren heisst. Bogotá liegt auf über 2600 Meter über Meer und für mich waren Temperaturen um 16 Grad ein riesiger Temperaturschock und ausser ein paar Jeans, ein Pullover und eine dünne Regenjacke gab mein Rucksack nicht viel her. Ich war froh, konnte ich im Hostel eine heisse Dusche nehmen und auf jedem Bett hatte es dicke Decken zum Schlafen. Das Hostel wurde von einem Schweizer Ehepaar geführt und als ich die ganzen Matterhorn Poster an der Wand hängen sah, bekam ich schon ein bisschen Heimweh :)

Wir haben von vielen gehört, dass die Zona Rosa in Bogotá das Ausgehviertel schlecht hin ist und so nahmen wir ein Taxi und fuhren zur Partymeile. Für ein Mittwochabend ging hier mächtig die Post ab und wir kamen kurz vor Sonnenaufgang zurück im Hostel an. Wir haben viele Einheimische getroffen und wurden sehr herzlich begrüsst und man stand kaum eine Minute alleine. Vorallem die jungen Kolumbianer fragten die ganze Zeit was mich bewogen hat, nach Kolumbien zu gehen und nicht in ein anderes, gemäss Medien, sicheres Südamerikanisches Land. Touristen sind in Kolumbien gerngesehene Exoten und werden sehr nett empfangen!!

Am nächsten Tag gingen wir in der Altstadt auf Entdeckungstour. Ja, wieder eine Hauptstadt...meine Erwartungen waren natürlich relativ klein aber wie schon in Panama, wurde ich eines besseren belehrt. Die Altstadt von Bogotá hat sehr viele alte Gebäude und unzählige Museen (Zum Beispiel das Museo de Oro mit unzähligen präkolumbianischen Goldkunstwerken) und diverse Theater und Orchester.

Am Tag darauf stand Monserrate auf dem Programm. Monserrate ist ein beliebter Wallfahrtsort in Kolumbien und liegt auf etwa 3100 Meter über Meer und man hat einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt. Eigentlich kann man auf den Berg wandern aber wir haben die Gondelbahn bevorzugt :)






Nach einer weiteren Nacht in Bogotá ging es dann am nächsten Tag nach Cali, der drittgrössten Stadt von Kolumbien.

Freitag, 3. Mai 2013

Medellin - auf den Spuren von Pablo Escobar

Nein, Bus fahren ist nicht mein neues Hobby!!! Wenn ich aber auf die letzten Abenteuer zurückblicke scheint es so, als meint es jemand richtig "gut" mit uns und verschafft uns unnötige Extrastunden in den Bussen...

Bei der Abreise in Cartagena wurde uns gesagt, dass wir etwa in 10 Stunden in Medellin seien und wir keinen Umweg in eine andere Stadt machen, sondern dies der Direktbus sei. Eigentlich konnten wir dies nicht glauben aber wir möchten ja nicht so sein und waren zuversichtlich. Leider verstrichen die Stunden und weit und breit keine grössere Stadt, welche Medellin sein könnten. Nach 12 Stunden Busfahrt und keiner einzigen Pause fragten wir den Busfahrer wie lange es denn noch dauert. Der hatte leider wenig Lust auf unsere Fragen und so wurden wir von einem wilden Handgefuchtel abgewimmelt. Nach weiteren 2 Stunden (insgesamt jetzt 14 Stunden) hielt der Bus plötzlich auf dem Pannenstreifen der Autobahn und uns wurde mitgeteilt, dass dieser Stop Medellin sei. Ungläubig standen wir dann mit unserem Gepäck am Strassenrand und verstanden die Welt nicht mehr. Weit und breit kein Haus, es war Stockdunkel und von einem Taxi fehlte jede Spur. Bevor der Bus los fuhr schrie der Chauffeur noch, dass wir den Bus wechseln müsste und dieser uns dann nach Medellin bringt. Viel mehr als dem Chauffeur zu glauben, blieb uns um 04:00Uhr Morgens nicht übrig und so erblickten wir etwas später in der Ferne einen wartenden Bus. Dieser nahm uns dann mit nach Medellin. Die Herren konnten sich in die Führerkabine des Busses bzw. in die erste Reihe zwängen und ich konnte in der letzten Reihe zwischen stark riechenden Erdenbewohnern Platz nehmen. Ich war sichtlich froh, als wir nach etwa 1.5 Stunden endlich den Busbahnhof von Medellin erreichten und uns das Taxi ins Pitstop Hostel brachte, wo wir erst einmal unseren Schlaf nachholten.


Der Fluch des Kokainkrieges hängt tief über Medellin und allgemein geistert noch immer das Bild über Kolumbien von den mordenden Drogenkartellen und den Taten der Guerilla in den Köpfen herum. Ich muss sagen, dass ich weder in Costa Rica noch in Panama so freundlich empfangen wurde und eine so herzliche Gastfreundschaft erlebten durfte wie in Kolumbien. Im Alltag habe ich überhaupt nichts von der Gewalt gespürt, da die meisten Auseinandersetzung in den entlegenen Dschungelgebieten statt finden. Wie auch in Costa Rica hat mich auch in Kolumbien enorm die Polizeipräsenz überrascht. An jeder dritten Ecke stand ein, bis auf die Zähne bewaffneter, Polizist und beäugte das Treiben auf der Strasse.

Medellin galt früher als "die Mordhauptstadt der Welt" und wenn man durch die Strassen schlendert, ist es schwer vorstellbar, dass der blutige Drogenkampf hier vor ein paar Jahren noch Einzug hielt. Viele Menschen verbinden mit Medellin das Medellinkartell, welches von Pablo Escobar angeführt wurde und so begab ich mich natürlich auf die Spuren dieses Drogenbarons. Auf eigene Faust ist es relativ schwierig und so schlossen wir uns einer Tour an. Ich bin eigentlich überhaupt nicht ein Fan von solchen Touren und vergleiche die immer mit den Kaffeefahrten in den Schwarzwald, aber uns blieb nichts anderes übrig.

Nachdem wir mit einem kleinen Bus im Hostal abgeholt wurden, hielten wir ein erstes Mal vor einem Gebäude, welches abgerissen wird. Die Ruine war einst die Kommandozentrale des Medellinkartells und organisierte die ganzen Drogengeschäfte von hier aus. Mittlerweile wurde das Grundstück aber verkauft und das Gebäude muss einem Hotel weichen. Dies waren für mich die ersten sichtbaren Hinweise, dass Medellin sich selber in ein besseres Bild rücken möchte und dadurch solche Gebäude dem Erdboden gleich macht.
Ehemalige Kommandozentrale des Medellinkartells

Ehemalige Kommandozentrale des Medellinkartells
 
Nach einer kurzen Fahrt hinauf in die Berge hielten wir auf dem Friedhof und besuchten das Grab von Pablo Escobar. Gemäss dem Guide schmücken das ganze Jahr Blumen das Grab von Pablo, da er in Medellin vorallem von der armen Bevölkerung als Patron angeschaut wird. Es ist nicht abzustreiten, das Pablo sehr viel für die arme Bevölkerung in Medellin und Kolumbien gemacht hat und er dadurch als Held angeschaut wird. Aber die vielen Menschen, die dem Medellinkartell bzw. dem Drogenkrieg zum Opfer fielen ist schwer zu beziffern.


Der nächste und letzte Stop der "Escobar Tour" war ein sogenanntes "Safehouse" der Escobars. Pablo und sein Clan hatten in Medellin und der Umgebung diverse Häuser, in denen sie Schutz suchten, falls ihnen die Polizei auf den Fersen war oder sie sich nicht sicher fühlten. Als wir ankamen wurden wir überraschenderweises von seinem Bruder, Roberto Escobar, empfangen, welche uns das Haus zeigte und Fragen beantwortete.


Fotogallery von Pablo im Safehouse


"Wanted" Schild auf der ganzen Welt:
10 Mio US Dollar wurden als Kopfgeld für Pablo und seinen Bruder Roberto von den Amerikanern ausgesetzt.

Roberto Escobar, welcher anscheinend nur der Finanzchef des Medellinkartells war
und mit den Taten seines Bruders nichts zu tun hat, daher ist er jetzt ein freier Mann...
(PS: habe Shorts unter dem Hemd an ;) )

Die nächsten Tage haben wir Medellin mit dem einzigartigen Metrosystem erforscht. Das Zentrum von Medellin schmücken diverse Skulpturen von Fernando Botero, welcher in der Stadt geboren wurde. International bekannt wurde er durch seine überdimensionalen Figuren, bei denen die Proportionen etwas aus dem Ruder gelaufen sind :)




 
Desweiteren kann Medellin auch aus der Luft entdeckt werden. Eine Gondelbahn erschliesst das Armenviertel Santo Domingo, in welchem es vor Jahren täglich zu Schiesserein kam. Wen man in den Kabinen über die Dächer von Santo Domingo schwebt erkennt man zu erst die schlichten aber festgemauerten Häuser und erstaunlicherweise ist kaum Müll zu sehen. Neben der "Bergstation" wurde vom Kolumbianischen Architekten, Giancarlo Mazzati, das Kulturzentrum "Biblioteca Espana" errichtet. Das Kulturzentrum soll gemäss der Regierung der armen Bevölkerung die Richtung in eine bessere Zukunft weisen.




Nach 5 Tagen Medellin ging es leider, ja mit dem Bus, schon weiter nach Bogota.....

Montag, 29. April 2013

COLOMBIA - CARTAGENA

Nach ein paar Stunden an Land musste ich mir eingestehen, dass ein mehrtätiger Segeltrip auf offener See ohne ein Stück Land in Sicht nichts für mich ist. Ich wurde zwar nicht seekrank aber Minuten wurden zu Stunden und Stunden zu Tagen und ausser schlafen, essen und trinken kann man leider nicht viel machen.

In Cartagena angekommen mussten wir zuerst ein Hotel finden und uns gleich an die heissen Temperaturen gewöhnen. Es war bereits am Morgen weit über 20 Grad warm und zwischen den Gassen wehte kein Wind.

Die nächsten Tagen haben alle ehemaligen Passagiere der Maratonga eher etwas ruhiger in Angriff genommen. Den Tag durch haben wir ein Schattenplatz gesucht und gegen den Abend die schöne Altstadt besucht. Ich war wirklich von der Architektur und dem Charme dieser Kolonialstadt sehr überrascht! Bereits im 16.Jahrhundert galt Cartagena als eine der wichtigsten Hafenstädten und wurde dadurch von Piraten geplündert. Als Schutz haben die Einwohner eine 11km lange Stadtmauer errichtet, welche jetzt noch immer das Stadtbild ziert.




Das Essen war ja schon in diversen Blogeinträgen von mir ein Thema. Ich vermisse Sauerkraut mit Wienerli, den roten Thomi Senf mit einem "Büürli" noch immer und träume ständig vom Essen. In Cartagena waren wir wieder auf der Suche nach einem Lokal, welches nicht nur Reis und Poulet serviert und als wir dann am Horizont ein Schweizerkreuz und sogar ein Baslerstab erblickten, dachten wir es handelt sich dabei um eine Fatamorgana. Aber nein, es hiess wirklich Casa Suiza und servierte Knöpfli mit Gruyerzer Käse. :)))))))))))))))) Unbeschreiblich dieser Geschmack und definitiv Himmel auf Erden!!!


Nach diesem kulinarischen Höhenflug und zwei weiteren Nächten ging es leider schon weiter in Richtung Medellin. Cartagena war wirklich ein toller Start in Kolumbien und nach einer schier endlosen Fahrt durch den mittleren Bergzug der Anden kamen wir endlich in der Hauptstadt der Berge, Medellin, an...



Dienstag, 16. April 2013

San Blas - el paraiso en la tierra

Die meisten Reisenden müssen sich den Kopf zerbrechen, wie man am besten von Panama nach Kolumbien gelangt. Es gibt keine Strasse, die die beiden Länder verbindet und von einer Reise in die Nähe der Grenze bzw. in die Urwaldprovinz Darien wird sowieso abgeraten. Seit vielen Jahren gibt es eine verstärkte Guerilla Aktivität, welche im Urwald herrscht und dadurch eine Reise durch den Dschungel nur für sehr abenteuerlustige Backpackers in Frage kommt.

Schlussendlich bleiben also nur noch ein Segelttrip oder ein Flug zur Auswahl. In Bocas del Toro haben viele Reisende vom Segeltrip abgeraten. Die Schiffe seien anscheinend in schlechtem Zustand, mit Touristen überfüllt und die Hygienezustände wie auf der Santa Maria von Christoph Kolumbus. Leider ist dies auch nichts Neues für die Fluggesellschaften und so sind die Flugtickets sehr teuer. Im Internet habe ich dann eine Seite gefunden, welche mir einen seriösen Eindruck gemacht hat. Ruckzuck bekam ich eine Antwort auf mein Mail und die Mitarbeiterin hat dann schlussendlich alle Bedenken aus dem Weg geräumt und so stand dem Segelturn nichts mehr im Wege!

Mit einem Jeep ging es dann um 05:30Uhr in den Norden von Panama in das sogenannte Guna Yala, dem Gebiet der Kuna's. Die Kuna's sind das zweitkleinste Volk der Welt und bilden mit etwa 50'000 Personen die grösste indigene Volksgruppe von Panama. Nachdem die Kuna's stark unter den spanischen Eroberern und der Unterdrückung von Panama und Kolumbien gelitten haben, bevölkern sie seit etwa Mitte des 19.Jahrhunderts einen schmalen Landstreifen in Panama und die circa 360 San Blas Inseln an der Karibikküste von Panama und Kolumbien. Ein paar Kuna's arbeiten heute als Köche oder Hilfsarbeiter in der Stadt aber es gibt noch viele, welche in den Gemeinden auf den San Blas Inseln sesshaft geworden sind und ihr Geld hauptsächlich mit Fischfang und dem Verkauf von Kokosnüssen verdienen. Die Männer haben bei den Kuna's nicht viel zu melden. Die Frauen verdienen mit dem Verkauf der Mola's (Teil der Tracht, mittlerweile aber auch in vielen Museen der Welt zu finden) mehr Geld als die Männer und dies hat zu einer Machtverschiebung geführt. Das Erbe wird auch nur von den Müttern an die Töchter weitergegeben und die Ehemänner müssen nach der Heirat in die Hütte der Schwiegereltern ziehen :) Die Kuna's werden nicht gerne fotografiert und das habe ich natürlich respektiert. Damit ihr euch aber trotzdem ein Bild von diesem Volk machen könnt, habe ich im Internet gegoogelt.
Foto: telegraph.co.uk

Foto: telegraph.co.uk
Foto: volunteerpanama.com

Foto: volunteerpanama.com
Nach einer abenteuerlichen Reise mit dem Jeep ging es mit dem Wassertaxi zum Segelboot "Maratonga", wo uns der Kapitän und die Crew herzlich begrüsste. Nach dem alle Passagiere ihre Kajüten bezogen und uns langsam an das Schaukeln auf dem Schiff gewohnt hatten, gab es ein leckeres Nachtessen und wir haben den Abend mit einer Schiffsparty ausklingen lassen.



Am nächsten Tag wurden dann die Segel gesetzt und wir segelten etwa 5 Stunden durch das wunderschöne karibische Meer bis wir bei einer unbewohnten Inselgruppe Halt machten. Nach dem Schnorcheln mit riesen Rochen und diversen Schlangen (Igitt!!!) wurden die frischgefangenen Lobster bei einem Lagerfeuer verspiesen. Am nächsten Tag ging es früh weiter und langsam gewöhnten wir uns an die Schräglage des Bootes. Wenn man einmal sitzt überlegt man es sich wirklich zweimal, ob man jetzt aufstehen sollte, um sich zum Beispiel etwas Trinken zu holen. Nach einem weiteren Stopp und Nacht im Paradies wurden erneut die Segel gesetzt und es ging in Richtung Kolumbien. Zwei endlos scheinende Tage auf einem Boot mit stetiger Schräglage und kein Land in Sicht......
Leider wurde es Einigen an Board schlecht und so wurden auch noch die Fische gefüttert. Es ist schon komisch so lange auf einem kleinen Boot zu sein und rund herum kein Land zu sehen. Als wir alle einen moralischen Tiefpunkt erlebten sprangen plötzlich unzählige Delfine aus dem Wasser! Insgesamt waren es etwa 60 Stück und es war Gänsehaut pur!!!!!!! Etwa 30 Stück folgten uns etwa für 20 Minuten und schwammen ganz Nahe am Bug. Ich hätte in diesem Augenblick sehr gerne mein Mami an Board gebeamt. Weiss ich doch, dass sie sehr gerne Delfine in Freiheit sehen würde! :)











Nach 46 Stunden auf offener See konnten wir dann endlich die Skyline von Cartagena entdecken und im Hafen ankern.

Hasta luego muchachos!