Donnerstag, 4. Juli 2013

Das Land der Inkas - Peru

Die Hauptstadt von Peru habe ich nur vom Flugzeug aus gesehen und da ich keine Lust auf eine weitere Hauptstadt in Südamerika hatte, ging es mit grossen Erwartungen im Gepäck weiter nach Cusco. Cusco liegt im Süden des Landes und war einst der Nabel der Welt für die Inkas. Natürlich stand da der Machu Picchu an erster Stelle auf meiner Liste aber da sich Cusco auf über 3400 Meter über Meer befand, vergingen erst einmal ein paar Tage in der Hängematte, bevor es in Richtung Machu Picchu ging.



Cusco selber ist eine sehr schöne Stadt, mit vielen Kirchen und Inka Mauern, die die Spanier nicht dem Boden gleichmachen konnten. (Meiner Meinung jedoch leider ansonsten viel zu viel Schaden anrichten konnten.) Die Technik der Inkas, die Steine fugenlos zusammenzufügen ist wahrlich ein Rätsel und einfach unglaublich. Da das Laufen sehr anstrengend ist, haben wir eine typische "Touri Tour" in einem Doppeldeckerbus gemacht und so die ganze Stadt entdeckt.


So viele Käfer wie in Cusco habe ich in ganz Europa nicht gesehen.

Die schönsten Ampeln hat definitiv die alte Inka Hauptstadt






Nach ein paar Tagen hatte ich die Party Stadt satt und so ging es auf den "Inka Jungle Trek", bei dem das Wandern zum Machu Picchu mit diversen sportlichen Aktivitäten erleichtert wird. Am Morgen früh holte uns der Bus mit einer Stunde Verspätung im Hostel ab. Dem Reiseleiter schien das vollkommen normal und so wartete man auf eine Entschuldigung bzw. Grund für das späte Erscheinen vergebens ;) Wir fuhren mit dem Bus auf den 4200 Meter hohen Abra Malaga und schlängelten uns dann in Lance Armstrong Manier drei Stunden den Berg hinunter nach Alfamayo.

Der Start der Abfahrt





 
Die erste Nacht verbrachten wir in Santa Maria in einem Alptraum von Hotel. Der Garten des Hotels wurde zu einem Hühnerstall und Schlachthof umfunktioniert und da wurden bestimmt täglich dutzende Hühner geschlachtet. Auf jeden Fall war die Sitzbank, welche als Schlachtbank hinhalten musste, in Blut getränkt und überall lagen Federn von den gerupften Hühnern herum. 

Der "Garten" des Hotels

Am nächsten Morgen ging es dann auf einem der vielen Inka Trails von Santa Maria aus zu Fuss nach Santa Teresa. Nach unzähligen Treppen durch die wunderschöne Wildnis und insgesamt 16km konnten wir in die heissen Quellen in Santa Teresa hüpfen.

Kokasträucher, bei welchen die Blätter geerntet wurden

Kokasträucher in voller Pracht

Kaffeestrauch



Geerntete Kaffeebohnen, bereit zur "Schälung"
 
Trocknung der Kaffeebohnen
 
Aussicht auf dem Inka Trail

Kartoffel, welche den Baum hochwächst

 
 
 
Kakaobohne

Da es keinen Wanderweg gibt, mussten wir die Schlucht in diesem "Milchbähnli" überqueren.....



Am nächsten Morgen konnte man die Wanderung fortsetzten oder an einem Seil durch die Baumkronen sausen und dann mit dem Taxi nach Hidroelectrica fahren. Ich habe natürlich die Variante zwei bevorzugt :) In Hidroelectrica mussten wir dann noch etwa 2.5 Stunden den Bahngleisen entlang nach Aguas Calientes laufen, von wo aus am nächsten Morgen die über 1700 Treppen bis zum Machu Piccu warteten.



"Geschafft!!!" Einmarsch in Agua Calientes

Es war ziemlich anstrengend..nächstes Mal nehme ich diesen Bus :)

Um 04:00Uhr Morgens klingelte der Wecker und so ging es in der Dunkelheit zum Eingangstor am Fusse des Berges. Etwa 45 Minuten dauert der Aufstieg zum Weltwunder, für die Kaffeefahrtenliebhaber etwa 15-20 Minuten per Bus. Die Treppen und die Übersäuerung in meinen Oberschenkeln wollte nicht aufhören und wenn nicht so viele Leute ebenfalls die vielen Treppen hinaufgepilgert wären, ich hätte glatt gedacht ich hätte mich verlaufen. Um Punkt 06:00Uhr wurden die Tore zum Machu Picchu geöffnet und da stand man sprachlos mit grossen Augen und geöffnetem Mund und starrte auf die unglaubliche Erschaffung der Inkas.

Begrüssungskomitee bzw. kuss







Mittwoch, 19. Juni 2013

Guayaquil - Cuenca - Baños - Cotopaxi - Quito


Nach einem angenehmen Flug inklusive Upgrade in die Business Class landeten wir erholt in Guayaquil. Guayaquil ist die grösste Stadt von Ecuador und aufgrund ihrer perfekten Lage am Meer auch der wichtigste Hafen des Landes. Nach der Ruhe auf den Galapagos war das Stadtleben zu viel für mich und schon am nächsten Tag ging es mit dem Bus ins historische Cuenca. Die drittgrösste Stadt des Landes ist seit Ende der 90er Jahre auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes und entzückt mit wunderschönen Gebäuden. Leider wurde mir in einem Restaurant die Tasche inklusive Kreditkarte und sonstigen Kleinigkeiten geklaut und so habe ich die meiste Zeit auf dem Polizeirevier verbracht. Danach hatte ich auch nicht mehr wirklich Lust in der Stadt zu bleiben und so ging es weiter nach Baños de Agua Santa, zu Deutsch "Bäder des heiligen Wassers".

Nicht nur die heissen schwefelhaltigen Quellen steigern den Bekanntheitsgrad von Baños, sondern der noch immer aktive Vulkan Tungurahua. Ich durfte schon auf Hawai'i einen aktiven Vulkan bestaunen, doch der Tungurahua stellt alle in den Schatten. Eines Nachts wurde ich von einem sehr lauten Grollen geweckt und habe zuerst gedacht, jemand hat ein "1.August Feuerwerk" abgelassen bis ich realisierte, dass dies der Vulkan ist. Es war eines der eindrücklichsten Geräusche, das ich je gehört hatte und so ging es am nächsten Abend auf eine kleine Wanderung, in der Hoffnung die Lava zu sehen. Wir wurden nicht enttäuscht und konnten hautnah miterleben wie der Vulkan Magma spuckte, welche dann als Lava den Berg hinunterlief. Ich war überrascht wie cool die Einwohner die Aktivitäten des Vulkans nehmen und das Leben miteinander gestalten.
Mein Zuhause für die nächsten Tage - "Bigfoot" von Michi aus Zürich

 

Hinblickend auf den Weiterflug nach Peru ging es ein paar Tage später in Richtung Quito, in den Nationalpark Cotopaxi. Der Nationalpark hat seinen Namen einem der höchsten und aktivsten Vulkane der Welt zu verdanken und liegt in der "Allee der Vulkane". 22 Vulkane bilden die 300km lange Allee darunter auch den bereits besuchten Tungurahua. Der Cotopaxi mit seiner schneebedeckten Spitze ist eindrücklich in die grüne Landschaft eingebettet und es ist gut zu verstehen, dass der Berg schon vor den Inkas als heilig angeschaut wurde. Cotopaxi heisst "Thron des Mondes" und ist der Vater der Vulkane. Tungurahua, gemäss dem Guide, die Mutter der Vulkane.



 

 

 
 
 

Wenn man schon in Quito ist, dann sollte man sich "La Midad del Mundo" nicht entgehen lassen und so ging es am letzten Tag in Ecuador ins 23 Kilomenter entfernte San Antonio de Pichincha. Das Monument sollte die Erde und den Äquator darstellen und wurde für den Franzosen Charles Marie de la Condamine erstellt, der anscheinend 1736 als erster Europäer den genauen Standort bestimmte. ANSCHEINEND!!!!!! Mit den neusten GPS Geräten wurde jedoch herausgefunden, dass das Monument im Jahr 1979 240Meter zu weit südlich errichtet wurde und somit sich nicht auf dem Äquator befindet. Zufälligerweise hat ein Gleitschirmflieger vor ein paar Jahren Überreste von Bauwerken aus der Zeit vor den Inkas gefunden, welche sich exakt auf dem Äquator befinden........(Keine weiteren Kommentare..enthalte mich...)


Luca's Flip Flops auch hier dabei :)

Gracias Ecuador - Vamos a Peru!!

 



Donnerstag, 6. Juni 2013

Quito..oder doch eher Galapagos??

Schweren Herzens nahm ich Abschied von Kolumbien und mit dem Flugzeug ging es in die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, Quito. Quito liegt auf über 2800 Meter über Meer und wie in Bogota hatte ich in der "Hauptstadt des ewigen Frühlings" wieder einen Temperaturschock. Die Temperaturen gegen Abend betrugen nicht mehr als 15 Grad und so musste ich in meinem Gepäck wieder Pullover und Jacke suchen. Am nächsten Tag regnete es leider den ganzen Tag und dadurch konnten wir nicht viel unternehmen. Gegen Abend liefen wir bei einem Reisebüro vorbei, welches Bilder von den Galapagos Inseln im Schaufenster hatte und so waren wir am nächsten Tag schneller als gedacht im Flugzeug - Destination: Galapagos Inseln :)

Die einzigartige Tier-und Pflanzenwelt lockt jedes Jahr viele Touristen an. Da unsere Lust auf eine Bootstour nahe dem Gefrierpunkt war, hatten wir uns auf ein "Insel-Hopping" geeinigt und starteten unsere Entdeckungstour auf der Insel Santa Cruz. Bereits im Hafen konnten wir dutzende Seelöwen und Pelikane bestaunen. Am nächsten Tag gingen wir zum Fischmarkt und da war mächtig was los!!!

(Habe leider gemerkt, dass meine Fotos, ohne mich zu fragen, für andere Zwecke benutzt wurden. Daher habe ich sie jetzt mit meinem Blognamen versehen. Wer die Foto's ohne Blognamen möchte, darf sich gerne per Mail bei mir melden :) )






Am Nachmittag gingen wir zu einem der schönsten Strände auf Santa Cruz, nämlich Tortuga Bay, etwa 45 Minuten zu Fuss ausserhalb von Puerto Ayora. Der Reiseführer hat definitiv nicht zu viel versprochen :)
 

Meine Jungs..ja es geht mir gut :))))))

 
Nach zwei Tagen Santa Cruz ging es mit dem Taxiboot nach Isabela, der mit Abstand grössten Insel des Archipels. Isabela war wie Floreana von 1934 -1959 eine Strafkolonie. Als wir in Puerto Villamil ankamen sahen wir schon die ersten Pinguine.
 
 
Auf Isabela gibt es fünf aktive Vulkane, welche mit einem Guide besucht werden können. Die Preise sind aber alles andere als human und so entschieden wir uns, uns mehr der Tierwelt und dem Strand zu widmen. Auf Isabela gibt es ebenfalls eine Schildkrötenaufzuchtstation, welcher wir am nächsten Tag einen Besuch abstatteten. Jeder der Vulkane hatte seine eigene Population Riesenschildkröten, doch die von Einwanderern eingeschleppten und später verwilderten Schweine, Ziegen und Hunde dezimierten die Population so stark, dass auch heutzutage kaum noch Schildkröten in der Wildnis von klein auf überleben. Daher werden die Schildkröten bis zu ihrem 3. Lebensjahr in menschlicher Obhut gehalten, bis sie ausgewildert werden. Lonesome George war für viele Schildkröten das Aushängeschild. Er war der letzte Überlebende der "Schildkröten Dynastie" auf der "Isla Pinta". Er wurde 1971 in die Aufzuchtstation von Charles Darwin aufgenommen, wo er bis zu seinem Tod, am 24.6.2012 das Gehege mit zwei Damen vom "Wolf Volcano" teilte. Wir hatten das Glück, in den Bergen einige wilde Exemplare zu bestaunen :)


 
Wenn man auf den Galapagosinseln die Unterwasserwelt ausser Acht lässt, dann verpasst man sicher 50% der Schönheit der Ecuadorianischen Inseln. Ich wusste, dass man ohne Probleme Haie sehen kann und dies hat mich am Anfang etwas nervös gemacht. :) Aber seit ich das Tauchbrevet habe, halte ich von Schnorcheln nicht mehr viel und so sass ich dann ein paar Tage später doch auf einem kleinen Boot in Richtung Santa Fe. Santa Fe ist eine Insel im Süden des Archipels, perfekt für Tauchanfänger. Neben Seehunden, Rochen, Schildkröten sahen wir auch zwei Weissspitzenhaie, jedoch leider keine Hammerhaie. Die Nervosität war wie verflogen und ich wollte unbedingt Hammerhaie sehen und so ging es zwei Tage später ab in Richtung North Seymour, einem der schönsten Tauchplätze der Welt. Wir waren kaum im Wasser sah ich schon zwei riesige Weissspitzenhaie, die langsam in unsere Richtung kamen. Als wir bei einem Riff einen Halt machten waren wir plötzlich von etwa 30 Haien umgeben und die Tiere waren sehr neugierig und kamen bis zu einem halben Meter an uns heran. Als wir unseren Tauchgang fortsetzten sahen wir plötzlich über uns eine "Hammerhai Schule" von etwa 15 Stück langsam über uns hinweg zu schwimmen. Wir haben unzählige weitere Tiere gesehen wie Galapagoshaie, Manta Rays, Steinfische, Seesterne, Rochen etc. Die Schönheit der Unterwasserwelt kann man nicht in Worte fassen, daher lasse ich Bilder sprechen...