Montag, 15. April 2013

Panama - Me gusta!!

Nach einer 5-stündigen Busfahrt, einer speziellen Überquerung der Landesgrenze zwischen Costa Rica und Panama und einer halbstündigen Fahrt in einem Wassertaxi kamen wir im Paradies "Bocas del Toro" an. In den letzten Jahren haben die Karibikinseln im Norden von Panama an Beliebtheit gewonnen und so besuchen jedes Jahr immer wie mehr Touristen die kleinen Inseln.

Nach einer Nacht in einem Partyhostel haben wir dann einen ruhigeren Schlafplatz gesucht und mit dem Hostelluego eine super schöne Unterkunft gefunden. Geplant war eigentlich nur etwa 2-3 Tage dort zu sein und dann weiter in Richtung Panama City zu reisen aber es kommt ja bekanntlich immer anders als geplant... Aus 3 Tagen wurde eine Woche, aus einer Woche knapp zwei Wochen :)

Ich habe es genossen, mich wieder einmal etwas freier bewegen zu können. Bocas del Toro ist auch nicht der Himmel auf Erden. Die Bewohner der Inseln leben in einfachen Holzhütten, die Arbeitslosigkeit hoch und die Kriminalität ist auch dort verbreitet. Aber ich habe mich auf Anhieb gleich wohlgefühlt.



Eigentlich habe ich ja Fabian versprochen, bei ihm das PADI Open Water Tauchzertifikat zu machen, aber das Angebot in Bocas war unschlagbar! Und so ging es schon am nächsten Tag aufs Meer hinaus und zum ersten Mal wurde mir die Sauerstoffflasche umgeschnallt und es ging auf Tauchstation. Wir haben nur schon bei den ersten Tauchgängen Seepferdchen, Seesterne, Barracudas, Papageienfische, Steinfische, Stachelrochen etc. gesehen. Die Unterwasserwelt ist etwas ganz besonders und hat bei mir definitiv die Lust nach mehr geweckt! Nach einem ganzen Buch Theorie , Zwischenprüfungen, 6 Tauchgängen und einem Abschlusstest bin ich jetzt stolze Besitzerin des Tauchzertifikats und darf auf der ganzen Welt tauchen gehen :)




Nach ein paar Tagen Bocas del Toro ging es dann mit dem Nachtbus nach Panama City. Nach San Jose (Costa Rica) hatte ich eigentlich schon genug von mittelamerikanischen Städten, aber da ich unbedingt den Panamakanal bestaunen wollte, blieb mir nichts anderes übrig. Panama City überraschte auf der ganzen Linie! Der neue Teil der Stadt besteht aus riesigen Wolkenkratzern und man hat das Gefühl man sei in Florida. Der Verkehr in der Hauptstadt ist unbeschreiblich! Jeder fährt wie er möchte und hupt wann er möchte. Es ist relativ schwierig herauszufinden wann bzw. warum gehupt wird. Egal ob jemand nicht oder zu langsam fährt, der Verkehrsdienst bzw. die Polizei die Strasse zu lange nicht frei gibt oder wenn die Ampel auf Rot war es wurde einfach munter darauf losgehupt!

Für einen Tagesausflug bietet sich die Miraflores Schleusen des Panamakanals perfekt an. Man hat vom Besucherzentrum aus eine super Übersicht auf die beiden Schleusen, welche die rund 16'000 Schiffe pro Jahr von Meeresniveau auf die halbe Höhe des Gatun-Sees, welcher der grösste Teil des Kanals bildet, anheben. Das Besucherzentrum war sehr gut gefüllt und als ein grosser Frachter und ein Kreuzfahrtschiff die Schleusen passierten, musste man um seinen guten Platz wirklich kämpfen! (Kleine Anmerkung: Kosten für die Passierung des Panamakanals für das Kreuzfahrtschiff -> 350'000 Dollar in bar!!!) Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie der ganze Ablauf reibungslos verlief und die Schiffe dem Pazifik entgegen tuckerten.











Schiff ahoi und bis bald!!!

Mittwoch, 3. April 2013

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!!!!

..etwas verspätet..aber auf den San Blas Inseln gibt es halt kein Internet (und leider auch keine Osterhasen) :)

Mittwoch, 27. März 2013

Costa Rica - die Schweiz von Mittelamerika

Hola Amigos!

Ich melde mich wieder aus meinem Winterschlaf zurück :) Ja, ich weiss, bin nicht mehr so fleissig mit Blog schreiben aber musste die letzten Wochen JEDEN Tag ganz viel Spanisch lernen :P

Wie im vorherigen Blog geschrieben, habe ich in Costa Rica wieder die Schulbank gedrückt und versucht einige Vokabeln Spanisch zu lernen. Die Schule war jeweils nur jeden Morgen von 08:30-12:30 Uhr und mehr als 6 Schüler in der Pause habe ich nie gesehen. Ich habe mir das Schulhaus etwas grösser, den Unterricht etwas strenger und die Organisation etwas anders vorgestellt. ABER ABER ABER: Ich muss sagen, dass ich etwas überrascht war, wie schnell ich mit der Lehrerin eine einfache Konversation auf Spanisch halten konnte und dies hat mich natürlich sehr motiviert! Leider funktionierte dies ausserhalb der Schulmauern nicht so reibungslos. Die Costa Ricaner sprechen sehr schnell Spanisch und für mich hörte sich einen Satz eher wie ein langes Wort an. Aber nachdem ich immer meinen zweit wichtigsten Satz "Mas despacio por favor" (Etwas langsamer bitte") gesagt habe, wurden die Worte wirklich schön "auseinander" genommen und ich hatte eine grössere Chance, etwas zu verstehen.

Um es vorne wegzunehmen, ich wurde weder ausgeraubt oder hatte sonst eine unangenehme Situation in Costa Rica erlebt. Wobei ich mir natürlich die Tips der Gastfamilie sehr zu Herzen genommen habe. Das heisst kein Schmuck anziehen, Schulsachen in der Hand tragen und kein Rucksack mitnehmen, nie mehr als 20 Dollar dabei haben und Nachts nicht herum laufen. Es war am Anfang eine riesen Umstellung für mich, da ich mich in Hawaii viel freier bewegen konnte. Eindrücklich war auch die vielen bewachten öffentlichen Ämter und sogar Apotheken und teilweise Supermarkte wurden von schwerbewaffneten Securitas bewacht. Mir ist aufgefallen, dass hier wirklich jeder "Mickey Mouse Securitas" eine Waffe hat. Ich möchte diesen Herren nicht zu nahe treten aber mir wäre ehrlich gesagt in Basel nicht wohl, wenn zum Beispiel jeder Securitas vor den Discos oder an den FCB Spielen offen eine geladene Waffe tragen würde...

Da ich noch krank war konnte ich leider Costa Rica nicht so entdecken, wie geplant. Costa Rica grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama und unzählige, noch heute aktive, Vulkane befinden sich im Innern des Landes. Es gibt extrem viele Ausflugsziele und die Schula hat dann empfohlen, nach Manuel Antonio zu reisen. Manuel Antonio liegt im Süden von Costa Rica an der Pazifikküste und ist vorallem bekannt für den Nationalpark. Im Nationalpark tummeln sich unzählige Affen, Leguane, Vögel und Faultiere. Wir hatten Glück und konnten ein Faultier in einer Baumkrone entdecken. Diese Tiere können sich unheimlich gut tarnen und wenn sie so am Baum "kleben" kann man sie fast nicht erkennen, da ihr Fell wirklich genau die Farbe des Baumstammes hat. Die Affen waren auch sehr speziell und ich habe mich manchmal gefragt wer jetzt eigentlich wen anstarrt.....

Die Affen ausserhalb des Nationalparkes am Strand sind sehr zutraulich und alles was nicht niet- und nagelfest ist, wird schwupsdiwups innert kürzester Zeit in die Baumkronen geschleppt.




Costa Rica wird ja aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur, Neutralität und dem teilweise ähnlichen Landschaftsbild die Schweiz von Mittelamerika genannt. Und ich muss sagen das Herumreisen in Costa Rica mit den Bussen ist wirklich feudal und ist wirklich so gut ausgebaut wie bei uns das Schienennetz. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist wirklich TOP und mein Portemonnaie wurde geschont. (Ja liebe BLT, BVB und SBB..es geht auch günstiger..nehmt doch ein Beispiel an Costa Rica!!!!;) )

Mit der Schule ging es noch einen Tag nach San Jose und ich muss sagen, dass diese Stadt mir überhaupt nicht gefallen hat. Es ist alles sehr dreckig, absolut kein Charme, keine schöne geschichtsträchtige Gebäude noch sonst etwas Positives, das ich erwähnen könnte. Der Ausflug dort hin viel dementsprechend kurz aus und demzufolge habe ich auch kein einziges Foto, welches ich hier in den Blog stellen könnte.

Costa Rica hat mir gefallen aber ist für mich nicht DIE top Destination. Mir hat einfach der "Wow Effekt" gefehlt und habe mich nie wirklich pudelwohl gefühlt. Es kann gut sein, dass ich durch meine Tage im Bett die schönsten Ecken von Costa Rica nicht entdecken konnte, aber manchmal kommt man doch in einem Land an und fühlt sich schon am Flughafen wohl :)

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Poulet, Reis, Kochbananen, Bohnen, Reis, Kochbananen, Poulet, Bohnen, Kochbananen, Poulet, Reis, Bohnen...egal ob Morgens, Mittags oder Abends...da sollte es niemanden verwundern, dass ich seit etwa drei Wochen jede Nacht vom Migros und Coop träume..
Ich vermisse das Essen aus der Schweiz wirklich fest und würde alles für "e päärli Wienerli, Suurchrut, Thomi Senf und e Büürli" geben! (Obwohl ich ja überhaupt nicht der "Wurst-Typ" bin).

Natürlich vermisse ich auch ganz fest meinen Papi, mein Mami, Michel, Luca, Angi, Brini, Patrizia, Natascha, Maria, Granit ( ;) ), Fabian, Elsi, Magi, Heidi, Othmar und und und und und und.....kann leider nicht alle aufzählen, aber denk viel an euch und bald ist ja die Halbzeit geschafft und der 6.12.2013 rückt immer wie näher :)

Hasta luego!

Next Stop: "Oh wie schön ist Panama"





Donnerstag, 14. März 2013

Costa Rica - Pura Vida

(Dieser Blogeintrag wurde leider am 26.02.13 nicht veröffentlicht...)

Nach einer Nacht in Los Angeles und einem kleinen Zwischenstop in Dallas hiess es bald:

BIENVENIDO A COSTA RICA
 
 
Muss ehrlich gesagt sagen, dass ich mit einem etwas mulmigen Gefühl in San Jose gelandet bin. Die Amerikaner im Hostel von Honolulu haben mir jedes Detail ihrer Geschichte erzählt, wie sie ausgeraubt wurden....
 
ABER ich sag mir ja immer, man sollte sich lieber vor Ort selber ein Bild machen und nicht alles glauben, was erzählt wird.
 
Ich muss sagen, dass ich die Costa Ricaner als sehr offen und lebensfreudig beschreiben würde. Egal ob das Wetter, das Essen oder die Antwort auf "Como esta usted?" - alles ist "Pura Vida". Die Gastfamilie für die nächsten 2 Wochen ist super und wohnt in der Nähe von San Jose, genau gesagt in Escazu, wo sich auch gleich die Schule befindet. Der zwei wöchige Aufenthalt soll ein kleine Vorbereitung auf die nächsten Monate in Südamerika sein. Es ist für mich relativ schwierig, Spanisch zu sprechen, da mir von Hawaii das Englisch noch sehr präsent ist. Und bevor mir dann die spanischen Wörter in den Sinn kommen, schiesst noch das alte "Bonne Chance" Französisch meine Synapsen hoch. Aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und deshalb sehe ich dieser Herausforderung gelassen entgegen.
 
Betreffend den Banditen und Räubern in Costa Rica habe ich mich natürlich auch schlau gemacht und anscheinend ist für mich der Satz "Yo soy de Suiza" sehr wichtig :) Die Costa Ricaner, sagen wir milde ausgedruckt, mögen die Amerikaner nicht so gut und deshalb ist es wichtig, die Schweizer Fahne zu schwenken und gleich klar zu machen, dass man nicht ein Gringo ist. Bis jetzt bin ich mit dieser Taktik sehr gut gefahren und jetzt schauen wir einmal, was die Zukunft noch so bringt...




Freitag, 22. Februar 2013

E lei ke aloha no ne kau a kaul

Mein Mami und ich <3
Hawai'i - schwierig die richtigen Worte für diese Inselgruppen zu finden, wenn man nicht schon selber da gewesen ist und die unbeschreibliche Natur mit eigenen Augen gesehen, den Aloha Spirit gefühlt und die Einheimischen kennengelernt hat.
"Zuhause" auf Kauai

Ich habe schon Ende Dezember befürchtet, dass die Zeit hier in meinem zweiten Zuhause viel zu schnell vorüber gehen wird. Hawai'i im Winter zu sehen war einfach unglaublich und ein Traum von mir hat sich definitiv erfüllt. Die hohen Wellen am North Shore sind so eindrücklich und man könnte den Surfern stundenlang zu schauen. Ein absolutes Hightlight war natürlich der Volcom Contest mit (unter anderem) den weltbekannten Walsh Brüdern oder John John Florence.

Die vielen Buckelwale vom Strand aus zu beobachten ist in meiner Zeit auf Hawaii definitiv zu einer Lieblingsbeschäftigung geworden. Die sanften Riesen aus der Ferne zu beobachten, wie sie mit den Flossen auf die Wasseroberfläche schlagen oder mit dem ganzen Körper auf die Wasseroberfläche aufschlagen ist unbeschreiblich.
Polihale Beach - Kauai

Es gibt auf Hawaii zwar nicht so eine einmalige Tierwelt wie zum Beispiel in Australien, aber wenn man auf Oahu eine Schildkröte oder sogar eine Mönchsrobbe sieht, dann kann man sich wirklich glücklich schätzen. Leider werden diese Tiere ausserhalb der Gewässer von Hawaii nicht geschützt und so verringert sich die Zahl der Tiere von Jahr zu Jahr. Aber in den letzten Monaten habe ich soviele Schildkröten und Mönchsrobben wie noch nie gesehen, was mich natürlich sehr freut :)
Mönchsrobbe Poipu Beach - Kauai

Ich habe bis jetzt auf Hawaii viele Monate verbracht und ich habe leider noch immer nicht alles gesehen. Es gibt noch soviele Sachen, die ich machen möchte und für mich ist und bleibt es "the place to be". Ich habe definitiv einen grossen Teil meines Herzen an den kleinen Inselstaat im Pazifik verloren und behalte folgenden Satz in meinem Herzen:

"E LEI KE ALOHA NO NA KAU A KAUL"

"ALOHA TODAY, TOMORROW, ALWAYS"

Sunset Waikiki Beach
Kalalau Beach - Napali Coast - Kauai
<3

Donnerstag, 21. Februar 2013

Kalalau Trail - Nr. 1 Highlight in Hawaii

Bin gerade etwas erschrocken, als ich gesehen habe, dass mein letzter Blog vor fast einem Monat das letzte Mal upgedated wurde. Meine Güte, wie die Zeit vergeht!!!!!!!!!!! Und ich habe mir doch fest vorgenommen, etwas zu schreiben..aber wie das halt so ist....man verschiebt es und verschiebt es und verschiebt es...bis fast ein Monat vorbei ist.
Aber die letzten Wochen waren einfach wunderbar und da wollte ich nicht immer am PC sitzen sondern die Natur und Eindrücke geniessen :)

Mein absolutes Highlight in Sachen Erlebnisse war der Kalalau Trail auf Kauai. Der Kalalau Trail ist entlang der Napali Coast in Nordwesten der Insel gilt als einer der härtesten und zu gleich schönsten Trails der Welt. 18 Kilometer sind es vom Anfang (Ke'e Beach bis hin zu einem verlassenen Strand im Kalalau Valley. Die Strecke führt über hohe Klippen und Dschungelwälder durch 5 Täler und abverlangt die letzten Reserven des Körpers. Aber die paradiesischen Strände und traumhafte Berglandschaft sind Balsam für den Körper und lassen nach einer mehrstündigen Wanderung die Schmerzen vergessen :)

Der Wanderweg ist kaum zu erkennen...

Da man mehrere Tage unterwegs ist und das Kalalau Valley von der Aussenwelt abgeschnitten ist, muss man die ganze Verpflegung und Ausrüstung (Zelt, Kocher etc.) mitschleppen. Wir haben für die insgesamt 36 Kilometer 3 Tage gebraucht und beim nächsten Mal würde ich unbedingt 4-5 Tage einrechnen. Ansonsten kann sich der Körper kaum erholen und die eindrückliche Bergkulisse und der Kalalau Strand kaum genossen werden.

Leider konnten wir demzufolge am Kalalau Strand nur eine Nacht sein und mussten am Morgen früh wieder die Zelte abreissen und aufbrechen. Die Atmosphäre im Kalalau Valley ist sehr speziell da dort viele Hippies leben und jeden Wanderer herzlich empfangen und zu einem Abendessen einladen möchten :) Uns hat glaube ich der verrückteste Vogel empfangen!! Sein Name war Eddie und ich schätze etwa Mitte 60 Jahre alt. Als wir dort ankamen hat er meine Hand genommen und laut "Breath!Breath" geschrien und einen Tanz vor mir aufgeführt. Er hat dann noch irgendetwas von einem Mango Baum, Mothers Milk und einem natürlich Whirpool geredet und wollte uns auf eine weitere 20Minütige Wanderung mitnehmen...das Angebot haben wir jedoch dankend abgelehnt. :)
Wie wir dann jedoch feststellen mussten, war dies nicht das Ende, sondern der Anfang von solchen Begegnungen...

Leider bin ich auf dem Hinweg noch ausgerutscht und habe das Handgelenk verletzt. Innert kurzer Zeit ist es dann angeschwollen und da ich davon ausgegangen bin, dass es nur eine Verstauchung ist, sind wir dann nicht umgekehrt. Die Schwellung ist zurückgegangen aber momentan macht mir leider noch der Knochen weh, mal schauen wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt.

Im Allgemeinen meint es die Gesundheit momentan nicht so gut mit mir. Meine netten Zimmerkollegen lassen leider die Klimaanlage die ganze Nacht laufen und da ich mir das nicht gewöhnt bin, habe ich mir eine fiese Grippe eingefangen und hüte das Bett :(

Nichtsdestotrotz wünsche ich allen eine schöne Zeit und bis bald..dann aus Costa Rica!

Eure (bis dann hoffentlich etwas schreibfreudigere) Martina

Pearl Harbor - USS Arizona Memorial

 

Donnerstag, 24. Januar 2013

Kauai - The Garden Island

Am vergangenen Donnerstag ging es endlich nach Kauai, der ältesten unter den Hawaiianischen Inseln und auch bekannt unter dem Namen "Garden Island". Der Spitzname hat sich die Insel absolut verdient, da die Vegetation gigantisch ist. Von der Napali Coast über den Waymea Canyon (Grand Canyon des Pazifik) bis hin in den trockenen Süden verzaubert die Natur jeden Besucher.
Mein Mami beim Aussichtspunkt des Waimea Canyon

Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hotel in der Nähe des Flughafen in Wailua und starteten die Erkundungstour in unserem gemieteten Pick up. Ein riesen Ding und Raphael hatte sichtlich Spass das Kaliber zu fahren :) Auf Kauai gibt es eigentlich nur eine Hauptstrasse, auf der man von Lihue aus in den Norden fährt. Auf dem Weg in den Norden kann man schon die gigantischen Berge sehen, die für Kauai typisch sind.

Wir haben dann diverse Stops auf dem Weg zur Ke'e Beach gemacht wobei für mich eigentlich nur das Dorf Hanalei erwähnenswert ist. Princeville und die anderen dazugehörenden "Altersheim-Bunker" (Danke Raphael für den Begriff des Tages) ladeten uns überhaupt nicht ein. Ich möchte niemanden zu Nahe treten, der eventuell schon einmal in Princeville genächtigt hat aber die "Golfanlage Atmosphäre" mit riesigem Eingangstor und den sterilgehaltenen Gärten sagt mir nicht wirklich zu. Die Hotels sind da leider wie Kleister an die Felsen geklatscht und beeinträchtigen das Bild von Hanalei Bay....

Nach einem kurzen Stop in Hanalei sind wir dann weiter in Richtung Ke'e Beach gefahren und man kann verstehen, warum Steven Spielberg einen Teil von Jurassic Park auf Kauai gedreht hat. Der Urwald ist gigantisch und die Bäume und Luftwurzeln, die von den Bäumen hängen einfach wunderschön.  Ke'e Beach kann man eigentlich nicht verpassen, da der Highway hier endet. Endet...wirklich ENDET. Das Einzige was man machen kann ist einmal im Kreis fahren um das Fahrzeug zu wenden :)

Von der Ke'e Beach startet auch der weltbekannte Kalalau Trail, den wir in den folgenden Tagen in Angriff nehmen wollten. Und jetzt muss meine liebe Tante Elsi nicht weiterlesen. Ja, anscheinend hat sie manchmal etwas Angst wen sie meinen Blog liest. Wobei ich ja bis jetzt vom Schwimmen mit den Haien, dem Freeclimbing und dem Skydiven ohne Fallschirm noch gar nichts geschrieben habe... ;)

Also Elsi...hier bitte stoppen. Danke :)

Ich habe noch in Honolulu gehört, dass anscheinend der Trail noch immer gesperrt ist, da ein Mann eine Frau auf dem Trail von den Klippen der Napali Coast gestossen hat, welche Gott sei Dank überlebt hat aber der Mann immer noch auf der Flucht ist. Als wir in Hanalei am Anzeigebrett standen konnten wir dann prompt das "Wanted" Blatt sehen und mussten feststellen, dass der Mann noch immer gesucht wird und mittlerweile im Süden der Insel vermutet wird. Wir haben dann ein paar Locals gefragt und anscheinend ist dies eine Beziehungsgeschichte und sooo schlimm wie es von der Polizei geschildert wurde, ist es anscheinend nicht und der Trail ist auch nicht mehr gesperrt. Und bevor ich jetzt dann besorgte SMS und Anrufe erhalte, hör ich lieber auf :)

Wir haben dann mit diversen Lifeguards gesprochen und uns entschieden, trotzdem in der Nähe des Trails im Zelt zu übernachten. Der Campingplatz war voll mit Hawaiianern und Touristen und so übernachteten wir dort zwei Nächte. Es hat super viel Spass gemacht und die Wellen in der Nacht zu hören waren sehr eindrücklich. Der Trail ist ein absolutes Muss für jeden Kauai Besucher, da die berühmte Napali Coast ansonsten nur von der Luft aus oder aus einem Boot bewundert werden kann.

Der Trail bis zur Kalalau Beach kann von einer sehr sportlichen Person in einem Tag erreicht werden. Die meisten Wanderer übernachten aber auf dem 11Meilen langen Weg eine Nacht bis sie dann die Kalalau Beach erreichen und nächtigen dort eine weitere Nacht bis es dann wieder zurück geht. Wir haben uns entschieden, nur bis zum ersten Strand zu laufen, welches sich absolut gelohnt hat!



..und bevor jetzt Elsi noch endgültig in Ohmacht fällt ist es das erst einmal gewesen mit Kauai. Teil 2 folgt bald..

Liebe Grüsse,
Martina

PS: und nein Elsi, ich bin weder mit den Haien schwimmen gegangen noch war ich Freeclimben oder Skydiven ;)